Vorstand

Präsident: Heinz Mayer



Unter 100kg Körpermasse spielt sich auf und mit einem Finn wenig ab, oder anders, bei Wind wird es extrem mühsam, respektive furchtbar anstrengend. Wer aber schneller rennt als andere in die Pedale treten, im Laufschritt pro Woche längere Distanzen zurücklegt als andere in ihrem gesamten Leben, und das bei jedem Sauwetter und trotz großer beruflicher Verantwortung, der schreckt vor Wind und Finnsegeln schon gar nicht zurück. Heinz Mayer segelt gerne, am liebsten wenn der See aufgrund von weniger Verkehr quasi sein Eigen ist. Der 63-jährige Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien steht neben dem Segelsport ungemein auf Lesen, ohne Zeitung oder Buch in seinen Händen würde er auf seinem Plateau verloren wirken. Der Verfassungs- und Verwaltungsjurist bringt unter anderem als Kuratoriumsmitglied des Ludwig Bolzmann Institutes und Vorstandsmitglied des Hans-Kelsen-Institus jede Menge Führungsqualitäten mit ein, unbedingter Teamgeist ist für den gebürtigen Steirer ein unverzichtbares Meinungsbildungsinstrument.



Vizepräsident: Eckhard Bousek

 


Ihn als graue Eminenz zu bezeichnen, wäre kühn bis frech, aber wohl keinesfalls falsch. Der Name Bousek verpflichtet ganz offensichtlich, bereits Vater Hans war über 20 Jahre Präsident des UYCNs, eine Rolle in die Eckhard von 1993 bis 1997 schlüpfte und sie laut Zeitzeugen nahezu perfekt spielte. Der Badener bezeichnet sich selber als besessener Regattasegler, was er im Pirat und Finn im In- und Ausland erfolgreich unter Beweis stellen konnte. Seine heimliche Liebe gehört dem Meer (Atlantiküberquerung), mittlerweile 69 Jahre jung, frequentiert Ecki den Neusiedlersee getreu dem Motto - "wenn ich den See seh`, brauch ich kein Meer mehr" - stärker denn je. Aufgrund seiner jahrzehntelangen Erfahrung und seiner bekannt gemäßigten Aura wurde Ecki mit vereinten Kräften ein Comeback schmackhaft gemacht. Gemeinsam mit Heinz Mayer bildet der Jurist in seiner Funktion als Vize-Präsident das Rückrat des jetzigen Vorstandes.



Schriftführerin: Silvia Petz




Ehe Silvia Petz 2004 eintrat, hatte sie in Sachen UYCNs bereits alle Hände voll zu tun. Als ehemalige Angestellte der Steuerberaterkanzlei Cesky kam die 32-Jährige in den zweifelhaften Genuss sämtliche Vorschreibungen einzukuvertieren, jetzt legt die angehende Architektin zumindest offiziell Hand an. An der Vorschot von Thomas Dohnal kam die designierte Schriftführerin auf zwei Kufen bereits zu EM-Ehren und gewann darüber hinaus eine Ranglistenregatta. Mittlerweile steht sie auf der Sprinto ihre Frau und will sich künftig auch vermehrt an der Pinne probieren. Einzig zu starker Wind bremst den Segel-Enthusiasmus der Frohnatur, liegen die Schilfhalme quasi waagrecht auf dem Wasser, bleibt Silvia lieber im Trockenen.






Finanzreferent: Werner Kurz




Öffnet Werner Kurz seine Verandatüre und setzt den rechten Fuß geschätzte zehnmal vor den linken, könnte er Segel setzen. Der Wirtschaftstreuhänder, seit seiner Kindheit Mitglied im UYCNs, wohnt einen Steinwurf vom Clubgelände entfernt. Seine Kinder Catarine und Christoph sind dem Segelsport ebenso verbunden wie Ehefrau Maria, gemeinsame Ausfahrten mit dem 20qm Jollenkreuzer mutieren zu geschätzten Familienhappenings. Kurz, in seiner Funktion für die Club-Finanzen zuständig, gilt als ambitionierter Segler, der sich auch als Regattahelfer gerne in den Dienst der Sache stellt. Der Jurist gilt als ruhiger Zeitgeist, den abgesehen von unnötigen Streitereien und Ungerechtigkeit wenig bis gar nichts aus der Fassung bringt.




Oberbootsfrau: Angelika Stark




Wie Helmut Hiess weiß auch Angelika Stark nur allzu gut was punkto Regatten Sache ist. Die 38-jährige studierte Lebensmittel- und Biotechnologin zählt zu Österreichs besten Steuerfrauen, ihre Erfolge sprechen eine deutliche Sprache. Die Laser-R Europameisterin, mehrfache Staats- und Vizemeisterin weiß was für die Wette segelnde Menschen gut ist und vor allem was alles notwendig ist, um diese auch tatsächlich um den Kurs schicken zu können. Von 2002-2006 bereits als Oberbootsfrau tätig, übernimmt die HTL-Lehrerein den logistischen und strategischen Part in Sachen Regatten. Oder anders ausgedrückt: alles was sich im Vorfeld und während der Veranstaltung abseits des Wassers abspielt, wird von der zweifachen Mutter, die seit 1989 Mitglied ist, abgewickelt.



Baureferent: Michael Lachsteiner





Er galt als einer der größten heimischen Nachwuchshoffnungen, musste die Intensität am Wasser aber aufgrund seiner Ausbildung zurückschrauben und ist wie die meisten mittlerweile Segler aus Leidenschaft. Michael Lachsteiner, der sich auf dem Optimist, 420er und 470er seine internationalen Sporen verdiente, war ebenfalls Mitglied der legendären Astro-Truppe und erfreut sich als Vorschoter in diversen Bootsklassen überaus großer Beliebtheit. Was zum einen an seiner Klasse und zum anderen an seiner positiven Einstellung zu allen wichtigen wie unwichtigen Dingen des Lebens liegt. Als angehender Baumeister weiß der 28-Jährige was in seinem Referat auf ihn zukommt, fachlich Top, bedarf es bei dem quirligen Energiebündel nie einer Extra-Motivation.



Jugendreferent: Christoph Marsano





Seine glorreichen Laserzeiten von einst, unterbrochen von einem Jahrzehnt Hobie Cat 16 und Astro Segeln, kostet Christoph Marsano im Moment wieder in vollen Zügen aus. Der Vize-Europameistertitel in der Masterklasse beweist, dass der 42-jährige Banker und als solcher verantwortlich für Unternehmensfinanzierung, nichts von seinem Können eingebüßt hat. Auch das Schaffen als Jugendwart ist für den seglerischen Allrounder nichts Neues, das Mitwirken in einem Vorstand sowieso nicht. Als Schriftführer baute der zweifache Familienvater jene Datenbank auf, die heute noch im Einsatz ist. Diese mit vereinten Kräften wieder in aktuelles Gewand zu kleiden ist eines von vielen Anliegen, das diesbezüglich wichtigste liegt freilich auf der Hand: das Kind im Manne will die Jugend mit viel Spiel und noch mehr Spaß zum kollektiven Auslaufen zu motivieren.



Rechtsreferent: Lukas Richter




Die seglerische Muse hat Lukas Richter spät, aber dafür umso heftiger geküsst. Der Mann von der Insel, im Notariat seines Vaters am werken, kam erst vor ein paar Jahren voll und ganz auf den Geschmack des sportiven Segelns und hat in beeindruckender Kürze nachgeholt, was er in den Jahren zuvor eventuell versäumt haben könnte. Als umsichtiger Bugmann auf dem See und Meer gefragt, ist der gelernte Jurist einer, der für seine bekannt kritischen Fragen berühmt berüchtigt. Ohne fundierte, logisch nachvollziehbare Antwort lässt der 32-Jährige, der als Rechtsreferent indirekt in die Fußstapfen seines Vaters Haymo tritt, nicht locker.





Hafenkapitän: Dominic Marsano




Es gibt keinen besseren Flecken Erde um erwachsen zu werden. Laufen lernen, Versteckspiele im Schilfgürtel, Fahrradfahren und um die Wette segeln, Blutsbrüderschaften schließen, den ersten Kuss riskieren, Semmeldienst, Lasersegeln, das Check Point, dann der Umstieg auf Hobie Cat 16. Mit dem heutigen Schwager im VW-Bus und dem Bootsanhänger im Rückspiegel quer durch Europa, Stammgast in den Top ten. Nach zehn genialen Saisonen erfolgt der Um- und Einstieg in die Astro-Hochseepartie begleitet von einer bis heute andauernden Shark Attacke. Ohne den Neusiedlersee kein Dominic, der, bereits einmal in der Funktion des Hafenkapitäns, diesbezüglich rückfällig wurde. Der 37-jährige Journalist hat eine siebenjährige Tochter, eine etwas ältere Schwester, einen sehr alten Hund und bald genauso wenig Haupthaar wie Vater Werner.